Die Trainerin

Petra Thiele

Kontakt: Tel. 02323/91 94 21

Über mich:

Ich bin nicht nur mit großer Begeisterung im Bereich der „Älteren“ tätig. Meine Familie, die mir den Rücken frei hält, ist mein ganzes Glück. Unsere Familie hat ganz viele Charaktere, an allererster Stelle mein Mann Michael, der alle meine Idee und Aktivitäten unterstützt, unsere drei tollen Kinder und Schwiegerkinder und unsere ganz besonderen Lichtblicke, unsere beiden Enkelkinder. Alle zusammen helfen mir in vielfältiger Weise, die Welt für die Älteren ein bisschen heller zu gestalten, dafür bin ich sehr dankbar, denn das ist nicht selbstverständlich.

Für die Enkelkinder ergeben sich immer wieder Momente, in denen sie sich gerne mit den Älteren auseinandersetzen (Diskussionen) oder zusammensetzen (aktiver Sport, Gesellschaftsspiele, saisonale Aktivitäten). So kann auf beiden Seiten Akzeptanz für die jeweilige Generation gefördert werden, ohne dass sich jemand verbiegen muss.

Mein Werdegang im BTC:

Ich fing 1999 als Läuferin im BTC, steigerte mich von der Anfängerin bis zur Marathonläuferin. Im Jahre 2004 sollte im Verein eine „langsame Walkinggruppe“ installiert werden. Da ich das Fehlen einer solchen Gruppe immer bemängelt hatte, brauchte man mich nicht wirklich überreden, eine Gruppe aufzubauen.

Mein Wahlspruch war schon immer: Nicht nur meckern, auch machen, wenn sich die Gelegenheit bietet!!

Eine Gruppe Hockergymnastik fehlte, also schaffte ich auch hier, mit hervorragender Unterstützung seitens des Vereins Abhilfe. Es dauerte nicht lange und die Räumlichkeiten für diese Gruppe waren zu klein. Also wurde eine zweite Gruppe aufgemacht, die sich sehr gut etablierte. Mit jeder dieser Gruppen kann ein Ortsteil abgedeckt werden, im Herner Süden und im Herner Norden.

Eine Fitnessgruppe 55+ schwirrte noch in meinem Kopf herum, also trat ich wieder an den Verein heran, der mich begeistert bei dieser Gruppeneröffnung unterstützte. Diese Gruppe hat einen enormen Zulauf.

Es kamen Stimmen aus der Vereinslandschaft, die meinten, es müsste eine Gruppe geben, bei der das Training der Alltagskompetenzen, sprich Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination im Vordergrund stehen. Also „machte“ ich. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten, wer will schon zugeben, das die Alltagskompetenzen nachlassen, was ja ganz normal ist, stieg im letzten Herbst die Teilnehmerzahl sprunghaft an.

Mit den Bewegungsangeboten in den Ortsteilen Baukau, Börnig und Constantin hat sich der Kreis geschlossen.

Der BTC  mit seinen Sport- und Bewegungsangeboten deckt alle Altersgruppen, von ganz klein bis ins hohe Alter ab, das zeigen die Vereinsbeitritte, die auch noch mit 84 Jahren erfolgen.

Jeder, der möchte, kann im BTC ein Sport- oder Bewegungsangebot finden! Jeder, der möchte, kann sich im Verein einbringen!

 Ich habe im Verein als Übungsleitung mit den sog. C-Schein angefangen.

Darauf aufbauend folgten die Aus- und Fortbildungen, um nur einige zu nennen, als:

  • -Kursleiterin“ Menschen mit Demenz bewegen“
  • -Kursleiterin „ Fit im Kopf durch Bewegung“
  • -DTB-Trainerin Beckenboden
  • -DTB-Trainerin Rücken-Aktiv
  • -DTB-Kursleiterin „Sturzprävention“
  • -DTB-Kursleiterin „Fit bis ins hohe Alter“
  • -Älter werden-Fit bleiben
  • -Gehirntraining durch Bewegung

Um mich auf dem neuesten Stand im Bereich der Bewegung, speziell mit Älteren zu halten, nehme ich regelmäßig an Fortbildungen teil. So haben die Teilnehmer der einzelnen Gruppen immer die Gewissheit, nach den neuesten Richtlinien trainieren zu können.


Interview aus den BTC-Nachrichten Nr. 99, Juni 2011, zur "BTClerin des Jahres 2010"

Petra, du bist seit 1999 im BTC. Wie bist du eigentlich auf den Verein aufmerksam geworden?

Eigentlich habe ich mich nie richtig für das Vereinsleben begeistern können. Es war auch nie meine Absicht, in einen Verein einzutreten. Aber durch Bärbel Randzio und Karola Herrmann, die mir immer viel über die Laufabteilung erzählt haben, bin ich dann doch neugierig geworden und einfach mal mitgegangen. So hat dann alles seinen Lauf genommen.

Was ist das Besondere am BTC für dich persönlich?

Wie gesagt, ich wollte nie in einem Verein aktiv Sport betreiben. Aber durch die Langlaufabteilung habe ich erfahren, dass es doch nicht ganz so schlecht ist. Was mich immer noch begeistert ist der Zusammenhalt und die enge Verbindung in dieser Abteilung.

Gibt es für Dich ein besonders einprägsames Ereignis, dass du während deiner Mitgliedschaft erlebt hast?

Die Unterstützung seitens des Vereins, bzw. der Verantwortlichen, bei der Einführung meiner neuen Seniorengruppe, hat mich sehr verblüfft. Wie sehr sie hinter meiner Idee standen und mich dabei immer wieder bestärkt haben war grandios.

Du sprachst gerade schon einige deiner Gruppen an. Wie lässt sich denn deine Übungsleiterinnentätigkeit mit dem Beruf und dem Privatleben vereinbaren?

Dadurch, dass ich das Glück habe und nicht mehr so viel arbeiten gehen muss, lässt sich das Training und die Arbeit gut vereinbaren. Hinzu kommt, dass mir meine Familie den Rücken frei hält und ich mich so voll und ganz meinen Senior/innen und den anderen Teilnehmer/innen widmen kann.

Welche Motivation treibt dich Woche für Woche an, um mit diesen Teilnehmer/innen zu arbeiten?

Die Begeisterung und Vorfreude mit der meine Senior/innen und Hockergymnast/innen jede Woche zum Training kommen. Besonders ist auch die Entwicklung, die sie in den letzten Monaten durchgemacht haben und sich nach jeder Übungseinheit total entspannt fühlen und mit einem guten Gefühl nach Hause gehen. Eine große Rolle spielt natürlich auch die Anerkennung, die ich von ihnen erfahre und sie mir von ihren Fortschritten berichten. Das macht mich dann besonders stolz.

Gibt es noch Ziele, die du für die Zukunft in Angriff nehmen möchtest?

Mir ist es wichtig, dass die Senioren eine Lobby erhalten und sich diese Gruppe weiter entwickeln kann. Ein Ziel ist auch noch weitere Senioren für den Sport zu mobilisieren. Denn die älteren Mitglieder können im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch noch Sport aktiv betreiben. Das bestätigen mir meine Seniorinnen und Senioren jede Woche aufs Neue.